Zürich
, 28. Oktober 2016
Ein Instrument nur für ausgewählte Menschen

Das Hang

Es ist ein faszinierendes Instrument mit wohlklingenden Tönen. Das Hang hat eine aufregende Geschichte und es wurde nicht jedem Künstler zuteil, sich dieses außergewöhnliche Instrument anzuschaffen. Wir schauen uns das Instrument näher an.

x-working The Hang
The Hang

Einige werden das Instrument bestimmt schon mal auf den Straßen der Großstädte gesehen haben, wenn Straßenmusiker darauf spielen. Es sieht irgendwie nach Sciencefiction aus oder wie eine Jamaikanische Steel Drum. Doch das Hang ist keine Drum. Es ist mit keinem Instrument auf der Welt vergleichbar.

Die Töne werden durch Resonanzschwingungen innerhalb des Korpus erzeugt. Durch die spezielle und einzigartige Beschaffenheit des Materials entstehen bei selbst minimalen Berührungen der Oberfläche beeindruckende Tonkulissen. Auf ein Hang darf niemals hart geschlagen werden. Es würde sofort seine Eigenschaften verlieren.

Aber zurück zur Geschichte. 2001 wurde das Hang auf der Frankfurter Musikmesse zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Hersteller ist die PANArt aus der Schweiz mit ihren Geschäftsführern Felix Rohner und Sabina Schärer. Das Instrument wurde rasant international von Musikern auf aller Welt angenommen. PANArt baute für ein internationales Händlernetz ihren Hang. Die steigende Nachfrage ließ allerdings das Entwicklerteam zu dem Schluß gelangen, daß der kreative Schaffensprozeß den notwendigen Freiraum in Frage stellte. Und so entschied man sich, Anfang 2006 das Hang der zweiten Generation nur noch direkt ab Werk von PANArt in Bern zu verkaufen. Dabei muß man PANArt eher als Kunstatelier ansehen, in dem die Hangbauer täglich am Blechklang arbeiten. Man konnte sich ab dem Zeitpunkt auf ein Instrument bewerben. Das hieß, man mußte ein Foto, seine Lebensweise und sein Vorhaben an die Hangbauer per Brief schicken und diese wählten dann 500 Leute aus, die pro Jahr ein Hang bekamen. Wenn man sich durch die Youtube-Videos klickt, sieht man auch anhand des Aussehens und der Ausstrahlung der Menschen, daß diese vom selben Schlag sind.

Im Sommer 2013 stellten die „Blechklang-Bildhauer“ von PANArt das „Gubal“ vor, welches auf der Basis des Hang weiterentwickelt wurde. Der Bau des Hang wurde daraufhin eingestellt. Heute arbeitet das PANArt Team an der Verdichtung der Kunstform „Pang“, einem Ensemble auf fünf Pang Instrumenten: Gubal, Hang Gudu, Pang Sei, Pang Sai und Pang Sui.

© 2016 – x-working

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