Gießen
, 27. Juli 2017
Die Erfrischung für den Sommer

Ist Minze auch immer Pfefferminze?

Kräuter und Gewürze geben unserem täglichen Essen und Trinken das gewisse Etwas. Für den Sommer erobert jährlich die mystische Minze mit ihrem mentholartigem Duft die Küchen der Welt. Der kühle Geschmack erfrischt uns nicht nur in Zahncreme, Mundwasser und Kaugummis. Minztee hilft bei Bauchweh und in spritzigem Wasser ist beigefügte Minze ein Inbegriff der Frische.

x-working Minze ist eine erfrischende Pflanze – ideal für den Sommer © Silar
Minze ist eine erfrischende Pflanze – ideal für den Sommer © Silar

Der Minze liegt eine sagenumwobene mystische Bedeutung zu Grunde. Die Pflanzengattung Mentha bekam ursprünglich ihren Namen von der griechischen Nymphe Minthe. Laut Sage verfolgte der liebeswütige Unterweltgott Hades die wunderschöne Minthe und machte sie letztendlich zu seiner Geliebten. Doch Hades war bereits vergeben. Seiner Angetrauten Persephone erlaubte er aus diesem Grund, ab und an die Unterwelt für Besuche bei ihrer Mutter Demeter verlassen zu dürfen. Persephone war sehr eifersüchtig auf Minthe. Und so verwandelte sie die Nymphe aus Rache in eine Kriechpflanze, die mit Füßen getreten wurde und dazu verdammt war, im Schatten zu leben. Hades milderte das Schicksal von Minthe, indem er ihr einen wunderbaren Duft gab.

Vielen stellt sich die Frage, ob Minze gleichbedeutend mit Pfefferminze ist. Zur Mentha-Gattung zählen etwa 30 unterschiedliche Gattungen, es gibt also viele Unterschiede. Die Pfefferminze ist ein natürlicher Hybrid, die aus einer zufälligen Kreuzung zwischen Wasserminze und Grüner Minze entstand.

Da alle Minz-Arten ätherische Öle enthalten, entsteht durch das Menthol auf der Haut oder im Mund ein frisches Gefühl. Es gibt Unterschiede im Geschmack. Die Grüne Minze enthält beispielsweise weniger Menthol als die Pfefferminze. Die Orangenminze duftet nach Orangen, die Apfelminze nach Äpfeln. Es gibt sogar Geschmacksrichtungen wie Ananas-, Schoko- oder Erdbeerminze.

Immer wieder kommen neue Geschmacksrichtungen dazu. Gerade für den Mix eines spannenden, neuen Cocktails werden Marokkanische-, Bananen- oder Mojitominzen gezüchtet. Für die Essenszubereitung ist die klare Empfehlung, die Minzblätter nicht mit dem Gericht einzukochen, sondern die Minze lieber frisch gehackt beizufügen.

Bei all den vielen Variationen die Minze anbietet, ist dennoch etwas Vorsicht geboten. Wenn man zuviel minzhaltige Getränke zu sich nimmt, kann die heilsame Wirkung der Pflanze auch ins Gegenteil umschlagen. Etwa bei vier Tassen kann das Menthol angegriffene Magenschleimhäute zusätzlich reizen. Auch für Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere ist die Minze wegen ihres Mentholgehalts nicht geeignet.

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