Maastricht
, 15. März 2017
Zwischen Luxuslabels und klassischer Kunst

TEFAF in Maastricht

Nun strömen sie wieder nach Maastricht: Kunst- und Antiquitätenhändler aus aller Welt wollen ihre besten Gemälde, Skulpturen und Möbel einem breiten Publikum auf der TEFAF - „The European Fine Art Fair“ präsentieren. Wir stellen die Highlights vor.

x-working TEFAF 2016, © by Sailko
TEFAF 2016, © by Sailko

Etwa 300 Aussteller aus 20 Ländern bieten seit letztem Freitag ihre Schätze aus 7000 Jahren Kunstgeschichte an. Die TEFAF gilt als eine der wichtigsten Messen für alte Kunst. Die Vielfalt exquisiter Stücke, die auf der Messe angeboten werden, ist unvergleichlich. Und so gilt die TEFAF als die schönste Messe von allen.

Ihre Anmut ist nicht zu übertreffen. Der Besucherstrom auch nicht. Neben dem klassischen Preview-Publikum schlängelten sich am ersten Tag bereits mittags um 12 Uhr auffällig viele internationale Museumsleute durch die Gänge. Die Kassen dürften auch dieses Jahr wieder ordentlich klingeln. Die meisten Aussteller machen 80 Prozent ihrer Verkäufe bis zum ersten Wochenende.

Die TEFAF zeichnet aus, dass hier Museumsqualität geboten wird. Die Leitthemen dieses Jahr sind vor allem Eklektizismus und Originalität. Neben alten Meistern bietet die Messe ungewöhnliche Sammlerstücke, wie beispielsweise bei Les Enluminures, die ein illuminiertes Manuskript auf Pergament mit 78 Miniaturen vom Master of the Coronation von Charles VI. zeigen. Es handelt sich dabei um ein historisch-künstlerisches Dokument des späten Mittelalters, das zuletzt als Dauerleihgabe im Getty Museum zu sehen war. Der Angebotspreis liegt bei 4,5 Millionen Dollar.

Zu den wohl teuersten Werken gehören in diesem Jahr zwei großformatige Bildnisse eines holländischen Ehepaares von Frans Hals aus dem 17. Jahrhundert: Die Eheleute werden für 14 Millionen Euro angeboten. Für einen Millionenpreis wird auch ein Frühwerk namens „Die Neue Kirche und alte Häuser in Den Haag“ von Vincent van Gogh angeboten.

Für die Messe steht dieses Jahr eine Neuerung bevor. Sie will zwei Ableger in New York etablieren. Im Mai 2017 soll die „TEFAF New York Spring“ im historischen Park Avenue Armory stattfinden. Sie soll Moderne, Gegenwart und Design präsentieren. Die „TEFAF New York Fall“ wird dann im Oktober 2017 an ebendiesem Ort Kunst und Antiquitäten zeigen. Grund hierfür ist wohl die zahlungskräftige amerikanisch- und südamerikanische Käuferschaft, die es einmal im Jahr nicht unbedingt in das beschauliche holländische Städtchen Maastricht schafft.

Die TEFAF findet noch bis zum 19. März 2017 im Kongresszentrum MECC statt. Zu sehen gibt es Gemälde, Zeichnungen, Antiquitäten, Kunstgegenstände, Skulpturen, Möbel, Handschriften, seltene Bücher und Karten, Schmuck sowie Moderne Kunst.

© 2017 – x-working

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