Washington
, 06. Januar 2017
Eine Welt in der schlechte Nachrichten gute Nachrichten bedeuten

Karikaturisten lieben Donald Trump

Als Karikaturist ist es am Tagesgeschäft, aus schlechten Nachrichten möglichst aktuell zeichnerisch Kritik zu üben. Gute Nachrichten ergeben selten ein gutes Bild. Bereits die Schlammschlacht um den Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump bot einiges an Futter für die Künstler weltweit. Nun ist Donald Trump zum Präsidenten gewählt worden – und die Karikaturisten werden mit diesem Thema ordentlich zu tun haben die nächsten Jahre. Hier ein Auszug aus den bisher besten Trump-Cartoons.

x-working Der neue Präsident der USA und sein Vizepräsident Michael Richard Pence in einem Clown-Wagen © DonkeyHotey
Der neue Präsident der USA und sein Vizepräsident Michael Richard Pence in einem Clown-Wagen © DonkeyHotey

Einer der Skandale um Donald Trump im Wahlkampf war das Video, in dem er prahlte, dass es ihm als berühmte Persönlichkeit erlaubt wäre, einer Frau ungefragt in den Schritt zu fassen. Sean Delonas, ein polarisierender Cartoonist der „New York Post“ zeichnete den sexuellen Übergriff, als wäre diese Provokation so alltäglich wie ein Handschlag.

Für viele Karikaturisten sieht Trump in Real tatsächlich schon aus wie eine Comicfigur. Eoin Kelleher zeichnete ihn als „Trumpkin“ – ein Mann wie ein Kürbis, aussen orange und innen hohl.

Einige Künstler sahen in Trump vor allem den Rassisten, dem es nicht darum gehe, Amerika wieder „great again“, sondern eher wieder weiß zu machen. Der politische Karikaturist Chris Riddell fasste dies in einem bitterbösen Cartoon auf, indem Trump sagt: „I´m going to make America white again“ und rechts unten im Bild mehrere Arme zum Hitlergruß erhoben sind.

Es ist kein Geheimnis, dass in den USA nun auch gilt: Die Rechte ist die neue Linke. Die weiße Vergangenheit des Landes wird durch Trump verherrlicht, während die Globalisierung schlecht gemacht wird. Das „Establishment“, zu dem die Clintons seiner Meinung nach gehören, hat die Welt wie sie heute ist, zerstört. Und so gibt es auch Karikaturisten wie Ben Garrison, die Anhänger von Trump sind und ihn dementsprechend als Retter in der Not darstellen.

Auch die parteiinternen Spannungen zwischen den Republikanern war ein oft gezeichnetes Motiv. So hat es Matt Wuerker, Cartoonist und Illustrator des Magazins „POLITICO“ sehr gut auf den Punkt gebracht, indem er einen republikanischen Elefant im Trump-Labyrinth zeichnete.

Wie Ihr seht, gab es bereits spannende Cartoons, die sich auf die aktuellen politischen Ereignisse in den USA eingelassen haben. Zum Glück hilft uns der Humor wenigstens ein wenig, die ganze Dummheit und das Grauen der Welt zu ertragen.

Hier der Twitter-Kanal von DonkeyHotey, von dem das Artikelbild stammt [cc].

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