Tongren
, 14. November 2016
Ein Hauch des Fernen Ostens

Wang Lan – eine Ausnahmekünstlerin aus China

Anfangs strahlten ihre Bilder die typischen chinesischen Bildnisse aus. Mit Tusche gezeichnete Landschaften, ohne Farbe. Doch das war der Künstlerin aus dem fernen Osten zu wenig. Sie stellt seitdem die Energie des Lebens auf großen Bildern dar – auf Ölbildern und Wandteppichen. Und dabei spielen die Farben eine wichtige Rolle.

x-working Wang Lan
Wang Lan

Geboren in der Stadt Tongren, in einem Siedlungsgebiet der ethnischen Minoritäten der Provinz Guizhou, studierte Wang Lan traditionelle chinesische Malerei. Bereits ihr Abschlußwerk wurde mit einem Preis der Universität ausgezeichnet und ebnete den Weg für ihre weitere künstlerische Karriere. Ende der 80er Jahre zog es sie nach Europa. Sie ließ sich in Deutschland nieder und bereiste Europa und die USA. Inspiriert von der Malereikunst der westlichen Welt, kehrte sie in den 90er Jahren nach China zurück und studierte an der Shanghaier Kunstakademie. Sie verband nun traditionelle chinesische Malerei mit moderner westlichen Kunst. Dies macht ihre Werke bis heute so einzigartig.

Dem nicht genug, kehrte sie Ende der 90er Jahre nach Deutschland zurück und studierte in Kassel Textildesign, welches sie mit einem Diplom abschloß. Warum ausgerechnet Kassel ihr neues zu Hause werden sollte lag auf der Hand: Die Malerei im Herzen und die Documenta in Kassel war ein nicht trennbares Band. So nahm sie anläßlich der Documenta an einer Performance von chinesischen Künstlern teil und erntete mit „A Red Star Crossing Europe“ viel Erfolg.

2007 gründete Lan dann ihr eigenes Modelabel mit dem Namen „Lancini“. Hier vertrieb sie die traditionelle, handwerkliche Kleidung der Miao mit moderner Modegestaltung in Deutschland und den Niederlanden. Doch ihr Herz blieb bei der Malerei. Nach einem Umzug nach Berlin griff sie wieder zum Pinsel und begeistert heute in wechselnden Ausstellungen mit ihrer Symbiose aus traditionellen Tuschemalereien in Schrift und Bild mit den farbenfrohen Elementen der westlichen Malerei.

© 2016 – x-working

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