Köln
, 03. Dezember 2017
„Der blinde Passagier blickt aus der Lichtgeschwindigkeit heraus“

James Rosenquist in Köln

Er war mit Roy Lichtenstein und Andy Warhol das Dreigestirn der Pop-Art: James Rosenquist. Jetzt kann man das umfassende Werk des kürzlich verstorbenen Künstlers im Kölner Ludwig Museum bestaunen. An dieser Ausstellung hat er sogar noch zu Lebzeiten mitgewirkt.

x-working Museum Ludwig Köln (c) 2017 James Rosenquist
Museum Ludwig Köln (c) 2017 James Rosenquist

James Rosenquist wuchs im Mittleren Westen der USA auf. Seine Mutter war eine Amateurmalerin und Pilotin aus Norwegen, sein Vater arbeitete als Flugzeugmechaniker und stammte ursprünglich aus Schweden. Wahrscheinlich aus diesem Grund, beschaffte sich Rosenquist in seiner späteren Laufbahn auch ein ganzes Flugzeug-Hangar in Florida als Atelier. Hier konnte er seine opulenten Ideen Wirklichkeit werden lassen.

Rosenquist gilt als Pionier der amerikanischen Nachkriegskunst. Auch wenn er den Begriff Pop-Art für sich ablehnte, wurde er doch immer in einem Zuge mit Andy Warhol oder Roy Lichtenstein genannt. Seine Bildtitel zählten zu den merkwürdigsten der Szene: „The Stowaway Passenger Peers Out at the Speed of Light“, „The Bird of Paradise Approaches the Hot Water Planet“ oder auch „The Swimmer in the Econo-mist“.

Seine künstlerische Laufbahn begann schon früh. Bereits als elfjähriger gewann er einen Preis für die Darstellung eines Sonnenuntergangs. So studierte er Kunst und verdiente auch bald sein Geld mit Plakatmalereien für die Werbeindustrie.

Die Kunstwerke Rosenquists wurden nach und nach immer größer. Seine Vision war es, dass der Betrachter ins Bild eintaucht und in den Gemälden abhebt. Das schafft er grandios. Farben und Formen nehmen einen beim Betrachten ein.

Die nun eröffnete Ausstellung „Eintauchen ins Bild“ im Kölner Ludwigmuseum hat dem Künstler nun ganz eigene Räume gewidmet. Manche von Rosenquists Gemälden sind dutzende Meter breit. Sein opulentes Lebenswerk wurde so umfangreich noch nie ausgestellt. Ein Besuch lohnt sich. Die Ausstellung läuft bis zum 4. März 2018. Viel Spaß dabei!

© 2017 – x-working

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