Amsterdam
, 21. August 2016
Atlas des weltweiten Elends und der globalen Gewalt

World Press Photo

Das World Press Photo ist die weltweit größte Auszeichnung im Bereich des Fotojournalismus. Das Besondere: An diesem Wettbewerb nehmen Pressejournalisten aus der ganzen Welt teil. Der Wettbewerb wurde 2016 bereits zum 59. Mal ausgetragen. Nach der Kürung des Gewinner-Bildes finden weltweit Wanderausstellungen in mehr als 100 Städten in über 45 Ländern statt.

x-working World Press Photo Exhibition in Amsterdam, Mai 2013, PersianDutchNetwork - Own work
World Press Photo Exhibition in Amsterdam, Mai 2013, PersianDutchNetwork - Own work

Im Wettbewerb für das Jahr 2015 musste die von Canon gesponserte Jury aus 82.951 Einsendungen von 5.775 professionellen Fotografen aus 128 Ländern das Siegerfoto aussuchen. Neben der Wahl zum Pressefoto des Jahres werden Preise in sieben Kategorien vergeben. Die diesjährigen Kategorien waren General News, Spot News, Sports, Contemporary Issues, Daily Life, People und Nature. Dabei werden in jeder Kategorie drei Preise für die besten Einzelbilder und drei Preise für die besten Fotoserien /Fotostorys vergeben. Das Siegerbild ist mit 10.000 Euro dotiert. Da der Preis immer für die Einsendungen aller wichtigen Ereignisse des Vorjahres vergeben wird, ist der Wettbewerb immer auch ein Resümee des aktuellen Weltgeschehens.  

Für das Jahr 2015 erhielt der australische Fotograf Warren Richardson den begehrten Preis. Er fotografierte einen Flüchtling, der sein Baby an der Grenze von Serbien zu Ungarn durch den Grenzzaun reicht. Die Aufnahme entstand in der Nacht vom 28. August 2015. Richardson musste das Foto bei Mondschein aufnehmen, da er sonst durch das Blitzlicht die von der Polizei gesuchten Flüchtlinge verraten hätte.

Der Franzose Corentin Fohlen erhielt den zweiten Preis in der Kategorie „Spot News Singles“ für sein Foto von Demonstranten, die in Paris gegen Terrorismus nach den Anschlägen auf das Satiremagazin Charlie Hebdo demonstrieren. Weitere Preise gingen beispielsweise an Zhang Lei (1. Platz in der Kategorie „Contemporary Issues Singles“), die eine in Dunst gehüllte Stadt im Norden Chinas zeigt. Oder an den russischen Fotografen Sergey Ponomarev, der mit dem ersten Preis in der Kategorie „General News Stories“ ausgezeichnet wurde. Er fotografierte die Ankunft von Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos.

Die prämierten Bilder werden im Laufe des Jahres in mehr als 100 Städten in über 45 Ländern präsentiert. Dabei werden mehr als 3,5 Millionen Menschen weltweit erwartet. Die Ausstellungen sind meist kostenlos. Wo momentan aktuelle Ausstellungen gezeigt werden, könnt ihr euch unter http://www.worldpressphoto.org/exhibitions aufrufen.

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