London
, 28. November 2015
Londons Underground lebt

Die Geschichte des Drum`n`Bass

Die Bezeichnung Drum`n`Bass geht auf die frühen 90iger Jahre in England zurück. Bei einer Geschwindigkeit von 160 bis 190 BPM entwickelte die englische Breakbeat-Szene einen neuen Musikstil, der sich bis heute stetig weiter entwickelt. Dabei veröffentlichen viele Künstler ihre Musik auf bisweilen sehr kleinen, eigenen Independent-Labels.

x-working Drum`n`Bass wird immer noch bevorzugt mit Platten und Plattenspielern aufgelegt
Drum`n`Bass wird immer noch bevorzugt mit Platten und Plattenspielern aufgelegt

Zunächst war Jungle der gängige Oberbegriff für den schnellen Breakbeat-Sound, der sich aus dem Hardcore entwickelte. Charakteristisch für Drum`n`Bass sind das Weglassen der Samples in den Hauptteilen der Tracks und das Nutzen alter Synthesizer wie dem Juno 106 und TR-606 von Roland. Dies gibt der Musik seinen dunklen und düsteren Charme. Auch beispielsweise Wobble Basslines, die der Musik harte Beats und harte Bässe und somit eine enorme Tanzbarkeit verleihen sind ein prägnantes Merkmal.

Mit „Goldies“ Album „Timeless“ und dem Track „Terminator“ bekam Drum`n`Bass bereits 1992 ein Gesicht. Der Kopf des wohl einflussreichsten Drum`n`Bass-Labels „Metallheadz“ schickte DJ`s wie „Kemistry & Storm“ durch die Clubs der Welt, um mit ihrem rohen und futuristischen Sound die Underground-Szene aufzumischen.

Ab Mitte der 90er Jahre entwickelten sich dann entsprechende Sub-Genres, wie bespielsweise Two-Step, Liquid Funk oder Jump Up. Diese Untergenres kommen meist mit reduzierten Drum`n`Bass-Beats oder mit melidiösen Parts daher.

Der Musikstil verbreitete sich schnell und wurde beispielsweise für Werbespots eingesetzt und somit populärer. Und so entdeckte auch die Popwelt die treibenden Beats und band sie als Remixe oder Drum`n`Bass-Elemente in ihr Repertoire ein. Doch die Tracks waren dann doch nach wie vor nur in England für eine Chart-Platzierung gut.

Die Szene legt großen Wert auf Weiterentwicklung ihrer Musik bzw. des Klanges. Pioniere wie die Ragga Twins, DJ Hype oder Roni Size, die schon in den Anfangszeiten in der Hardcore- und Jungle-Szene dabei waren, machen heute eine völlig andere Musik als damals. Heute bestehen die Drum`n`Bass-Grooves meist nicht mehr aus gesampelten Schlagzeugloops, sondern sind oft von Grund auf neu programmiert. Drum`n`Bass hat vielfältige Szenen, etwa in Deutschland, den USA oder Südamerika. Das Zentrum des Sounds bleibt aber nach wie vor England, vor allem London und Bristol, wo bis heute der Underground auf fette Beats feiert.

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