Bordeaux
, 14. April 2017
Wenn der Film neue Wege geht

Wie Virtual Reality das Storytelling revolutioniert

Die Menschen wünschten sich schon seit jeher, virtuelle Realitäten zu erschaffen. Die technische Entwicklung macht es nun möglich, virtuelle Welten vergleichsweise einfach zu kreieren. Innovative Geschäftsmodelle erobern die Werbewelt. Wir geben Euch in diesem Artikel ein paar spannende Best-Practice-Beispiele.

x-working Virtuelle Welten erschaffen ist heute leichter denn je. © MoBen
Virtuelle Welten erschaffen ist heute leichter denn je. © MoBen

Microsoft: Fragments
Das Spiel „Fragments“ von Microsoft wurde in Partnerschaft mit Asobo Studio erstellt. Der Nutzer spielt darin einen Detektiv, der nach Hinweisen zur Lösung eines Mordfalls sucht. Das fantastische daran ist, dass Objekte in dem Spiel gescannt werden können. HoloLens kann Möbel erkennen und lebensgroße Hologramme von Spielfiguren erzeugen. Beispielsweise kann ein neuer Charakter in den Raum gehen und das Hologramm kann dann grüßen. Solche alltäglichen Interaktionen führen den Spieler durch die Geschichte.

Within: The Evolution of Verse
Within ist eines der führenden VR-Storytelling Studios weltweit. Sie haben eine Reihe von kurzen und funktionsfähigen VR-Erzählungen entwickelt, die sich über Fiktion, Sachbücher oder Animationen erstrecken. In „The Evolution of Verse“ beeindrucken lediglich der Sound und surrealistische Bilder den Zuschauer. Es werden keine Dialoge geführt. Grafik- und Audioelemente arbeiten perfekt zusammen.

innovation.rocks: Volkswagen
Für das Team von innovation.rocks ging es darum, ein neues VW-Modell wirkungsvoll für Kunden erlebbar zu machen. Dafür müssen die Nutzer nicht mehr zum Händler gehen, sie brauchen lediglich ein durch VW-gebrandetes Cardboard und die eigens dafür entwickelte „SeeMore“-App. Die Kunden können damit den neuen Wagen in einem 360 Grad-Modus anschauen, auf Probefahrt gehen oder das Modell nach eigenen Wünschen ausstatten.

Projekt „The Wait: Inside the Lives of Asylum Seekers in Germany“
Die angesehene UC Berkley Graduated School of Journalism in Kalifornien nahm sich dem Thema des Flüchtlingsstroms in Deutschland an. In beeindruckenden 360 Grad Welten erzählen sie die Geschichte von Migranten. Dies dient vor allem dazu, um den Nutzern ein tiefes Gefühl der deutschen Wirklichkeit zu übermitteln.

The Guardian: 6x9
Im Jahr 2016 schuf The Guardian eine virtuelle Realitätserfahrung namens 6x9. Es soll den Zuschauern ein Gefühl davon vermitteln, wie es ist als Gefangener in einer Einzelhaftzelle eingesperrt zu sein. Die dazugehörige VR-App erzählt dabei die Geschichte der psychischen Schäden, die durch eine solche Isolation entstehen kann.

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