Berlin
, 28. November 2015
Ist das jetzt Echt oder Effekthascherei?

Die Welt der visuellen Effekte

Visuelle Effekte, abgekürzt VFX, werden im Gegensatz zu Spezialeffekten in der Postproduktion von Filmen oder Videos hergestellt. Für die Arbeit der VFX Supervisor und VFX Producer gibt es sogar jährlich den hochangesehenen Oscar. Doch was macht ein gutes Compositing aus? Für welche Medien werden VFX verwendet und welche Technik benötigt man dafür? Wir klären auf!

x-working Visuelle Effekte beeindrucken und täuschen das menschliche Auge oftmals über die Realität hinweg
Visuelle Effekte beeindrucken und täuschen das menschliche Auge oftmals über die Realität hinweg

Zunächst gibt es eine Unterscheidung zwischen Visible VFX und Invisible VFX. Dabei sind Invisible VFX die Effekte, die man in einem fertigen Film nicht mehr wahrnimmt. Liegt beispielsweise ein Kabel beim Dreh im Weg, wird es mithilfe der Invisible VFX sozusagen wegretouschiert. Auch das Einsetzen von Greenscreens zählt zu den Invisible VFX. Auffällig sind dagegen die Visible VFX, deren Charakteristik die visuelle Neuerschaffung von Szenen oder Objekten darstellt. Beispielsweise die transformierenden Roboter in dem Film Tranformers.

VFX werden meist für Filme, Videos, Games, Computer Generated Imagery, Modelle und Miniaturen, Blue- und Greenscreens und für das Motion Design, also Filmtitel und Titel-Animationen eingesetzt. Historienfilme, Science-Fiction Filme, Katastrophenfilme und Animationen in Fantasyfilmen sind dabei die meistgenutzten Darstellungsformen.

Bei der Bearbeitung von visuellen Effekten kommen spezifizierte 3D-Grafikprogramme zum Einsatz. Die zur Zeit wichtigsten auf dem Markt sind: Autodesk Maya, 3ds Max, Autodesk Softimage, Lightwave 3D, Cinema 4D, Sidefx Houdini, Realsoft 3D und das kostenfreie Blender. Für die Produktion von VFX sind mehrstufige Arbeitsschritte nötig.

Zur Integration und Kombination der Bilder und Effekte (z. B. real gedrehtes Material und gerenderte 3D-Elemente) kommt sogenannte Compositing-Software zum Einsatz. Bekannte Pakete sind u. a. die Produkt-Reihe von Autodesk (inferno, flame, fire, smoke, combustion) oder Quantel (iQ, eQ, Henry, Editbox), Adobe After Effects, Shake, The Foundry Nuke und Eyeon Fusion. Diese bieten ähnlich wie Bildbearbeitungsprogramme Möglichkeiten zur 2D- und 3D-Bildmanipulation und -animation.

Der erste Film, der die Compositing-Technik mit dem Computer anwandte, war übrigens 1989 „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“. Heutzutage sind VFX ein fester Bestandteil von Film- Video- und Gamingproduktionen.

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