Berlin
, 28. Februar 2016
Porträt über die Begründerin der Choreographischen Oper

Sasha Waltz

Einst hat sie gemeinsam mit Thomas Ostermeier in Berlin an der Schaubühne eine Zeitenwende im Verhältnis des Theaters zum Tanz eingeläutet. Nachdem sie die Schaubühne verließ, entwickelte Sasha Waltz erstmals mit „Dido & Aeneas“ eine Choreografie für eine Oper und schuf damit eine Verknüpfung von Musik, Gesang und Tanz. Ein Porträt über eine beeindruckende deutsche Künstlerin.

x-working Sasha Waltz
Sasha Waltz

Sasha Waltz wurde 1963 in Karlsruhe geboren. Als Tochter eines Architekten und einer Galeristin wurde sie schon früh mit den Künsten vertraut. Bereits mit fünf Jahren bekam sie Unterricht in Ausdruckstanz, später auch im Ballett und Modern Dance. Sasha ist mit dem Kulturmanager und Dramaturg Jochen Sandig verheiratet. Die beiden haben zwei Kinder.

Im Jahr 1996 gründete Sasha Waltz zusammen mit ihrem Mann die Sophiensaele als eine „Spartenübergreifende Produktions- und Spielstätte in freier Trägerschaft“. Zur Eröffnung zeigte sie damals ihr Stück „Allee der Kosmonauten“, mit dem ihr der internationale Durchbruch gelang. Das Stück zeigt den trostlosen Alltag in einer Plattenbausiedlung. „Allee der Kosmonauten“ wurde sodann weltweit aufgeführt und in der Folge sogar verfilmt.

Zur Theatersaison 1999/2000 übernahm sie dann an der Schaubühne mit Thomas Ostermann die künstlerische Leitung. Hier präsentierte Sasha Waltz die Uraufführung von „Körper“. „Körper“ wurde von der Presse gefeiert, es seien „Zauberbilder“ und es werde „eine neue, nie gesehenen Schönheit“ gezeigt. Nach Körper folgten dann weitere Teile der Trilogie: „S“, welche das die in „Körper“ bewusst ausgesparten Themen Sexualität und Erotik bearbeitete, und „noBody“, welches die Sterblichkeit des Menschen und seine metaphysische Existenz choreografisch umsetzte.

Im Jahre 1993 gründete Sasha Waltz ihre eigene Tanzkompanie „Sasha Waltz & Guests“. Probe- und Aufführungsort von der Kompanie war seit 2006 das Radialsystem V, der Berliner Ausbildungsstätte für Musik, Tanz und Bildende Kunst.  2005 entwickelte Sasha dann mit ihrer Kompanie ihre erste choreografische Oper. Die Verschmelzung von Sängern, Choristen, Musikern und Tänzern werden als Gesamtkunstwerk an der Oper präsentiert. Mit „Orfeo“ hat Sasha Waltz 2015 ihre sechste choreografische Oper geschaffen, die seinesgleichen sucht.

Sasha Waltz überrascht immer wieder mit neuen, innovativen Tanz-Performances. Sie gilt als das Kultur-Steckenpferd der Stadt Berlin und feiert weltweit angesehene Auftritte. Wir werden über ihr Schaffen weiterführen berichten.

© 2016 – x-working

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