Duluth
, 13. Oktober 2016
Grammy-Sieger des Besten Historischen Albums 2016

Bob Dylan

„The Basement Tapes Complete: The Bootleg Series Vol. 11“ gewann am 15. Februar 2016 den wichtigsten US-amerikanischen Musikpreis „Grammy“ in der Kategorie „Historisches“. Damit wird nicht zum ersten Mal klar, dass Bob Dylan einer der einflußreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts ist. Eine Biografie.

x-working Bob Dylan 2003 beim Sundance Film Festival in Utah.
Bob Dylan 2003 beim Sundance Film Festival in Utah.

Robert Allen Zimmermann wird 1941 in Duluth, Minnesota geboren. Als Kind bringt er sich autodidaktisch das Klavier- und Gitarrespielen bei und lauscht der Musik des Country, Folk und Rock`n`Roll. Nach seinem Abitur nimmt er ein Musikstudium auf, welches er allerdings nie beendet. 1961 fährt Zimmermann nach New York um sein Idol Woody Guthrie zu treffen. Zu dieser Zeit gab er sich auch seinen Künstlernamen Bob Dylan. Dylan tingelte durch viele Cafès des Greenwich Village und spielte fleißig sein Repertoire, welches bevorzugt aus Guthrie-Stücken bestand. Das Major-Label Columbia wurde auf den Folksänger aufmerksam. Und obwohl der dünne 21-Jährige mit der schnarrenden Stimme und dem wenig eleganten Gitarrenstil so gar nicht recht ins Bild von Columbia paßte, bekam Bob Dylan seinen ersten Plattenvertrag. Sein zweites Album „The Freewhelin`Bob Dylan“ mit Hits wie „Blowin` In The Wind“, „Masters Of War“ und „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“ begeisterte die junge Protestbewegung Amerikas und machen den jungen Bob Dylan zum Megastar seiner Zeit. Die darauffolgende Tour mit der Folk-Sängerin Joan Baez machte den jungen Sänger landesweit bekannt.

Bob Dylans Lieder „With God On Our Side“ und „Only A Pawn In Their Game“ beschreiben eine Welt im Wandel und waren weltweit auf den Protestmärschen und Veranstaltungen zu hören. Doch Bob Dylan gefiel das Stilisieren zur Ikone nicht. Er zog sich bereits zu dieser Zeit immer mehr zurück. Mittlerweile verheiratet und Vater geworden hoffte der Sänger, in Vergessenheit zu geraten. Nachdem dann die Protestwelle abklang, spielte er als Darsteller in dem Westernstreifen „Pat Garrett & Billy The Kid“ (1973) mit. Dylan schrieb zu diesem Film auch den Soundtrack, der abermals wie eine Bombe einschlug. Der Track „Knockin`On Heaven´s Door“ katapultierten ihn wieder an die Spitze der Charts.

Bis in die 80er Jahre hinein wurde es dann wieder ruhig um Dylan. Seine Frau verließ ihn, er wandte sich dem Christentum zu und nahm Alben mit religiösen Liedern auf. Ende der 80er Jahre dann schloß sich Dylan der Supergroup „Travelling Wilburys“ an, die sich auf eine weltweite Konzertreise begaben. Die „Neverending Tour“ dauerte bis ins neue Jahrtausend an.

Bob Dylan gibt selten Interviews und verbot einstmals der Presse ihn zu fotografieren. Dennoch liebt er die Bühne nach wie vor. Im April dieses Jahres beginnt er seine Japan-Tour mit seiner Band. Wir hoffen, dass wir noch viel von der 74-jährigen Singer-Songwriter-Legende hören werden!

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