Los Angeles
, 28. November 2015
Die lange Tradition des „Academy Award of Merit“

And the Oscar goes to…

Jährlich im Frühjahr erweckt der begehrte amerikanische Filmpreis massenhaftes Aufsehen. Obwohl nur 35 cm groß, aus einem massiven Nickel-Kupfer-Silber-Körper gefertigt und mit einer 24-karätigen dünnen Goldhaut überzogen, erstrahlt der Oscar als die wichtigste und größte Auszeichnung der Filmbranche. Dabei blickt er auf eine lange Geschichte zurück, die am 12. Februar 1929 begann.

x-working Der Oscar – der begehrteste Filmpreis der Welt
Der Oscar – der begehrteste Filmpreis der Welt

In den 1920er Jahren stürzte die amerikanische Filmbranche in eine Krise. Neue Erfindungen wie das Radio und sich bildende Gewerkschaften für beim Film beschäftigte Personen machten der Filmbranche zu schaffen. Der damalige Leiter der MGM-Studios , Louis B. Mayer, gründete in Folge dessen zusammen mit Conrad Nagel und Fred Niblo eine Akademie, die die Kunst des Filmemachens verkörpern und würdigen sollte. Zusammen mit 33 weiteren einflussreichen und namhaften Filmgrößen wurde die „Academy of Motion Pictures Arts an Sciences“ ins Leben gerufen.

Der erste Schauspieler, dem die Ehre des „Academy Award of Merit“ zuteil wurde, war der deutsche Emil Jannings. Er bekam für seine Hauptdarstellerrolle in dem Film „Der Weg allen Fleisches“ von 1927 den ehrenwerten Preis. Damals war der Name Oscar für den Award noch keinesfalls festgelegt. Erst gegen 1931 wurde der Name weitgehend verwendet. In den Annalen der Akademie wird aufgeführt, dass die ehemalige Vorstandssekretärin der Akademie, Margaret Herrick“ beim Anblick der Statue gesagt haben soll: „Der sieht ja aus wie mein Onkel Oscar!“. Somit gilt sie als die offizielle Namensgeberin.

Die Akademie behält sich jedes Jahr die Einführung neuer Kategorien bzw. die Abschaffung bereits existierender Kategorien vor. Die begehrtesten Kategorien sind Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Bestes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Kurzfilm und Beste Filmmusik – nur mal um einige zu nennen. Des Weiteren wird auch Jahr für Jahr ein Ehrenoscar für das Lebenswerk eines Künstlers der Filmbranche verliehen.

Die Nominierungen erfolgen bereits einige Monate vor Verleihung der Oscars. Seit 1941 werden die Namen der Preisträger in versiegelten Umschlägen verschlossen gehalten. So schürte man das Interesse des Publikums und machte die Vergabe der Oscars bis heute zu einem weltweiten Megaevent.

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