München
, 28. November 2015
Über den Schnee schweben

Die Skating-Technik im Skilanglauf

Skilanglauf ist bei vielen Menschen sehr populär. Was die wenigsten wissen ist, dass es verschiedene Skilanglauftechniken gibt. Einerseits gibt es den klassischen Stil, darüber hinaus gibt es den freien Stil. Insbesondere bei Letzgenanntem wird das künstlerisch anzusehende Skating angewandt.

x-working Im Skilanglauf ist das Skating ein technisch professioneller freier Stil
Im Skilanglauf ist das Skating ein technisch professioneller freier Stil

Ganz allgemein stößt man sich im Skilanglauf durch Rückstöße horizontal oder bergauf auf dem Schnee entlang. Während es im klassischen Stil des Skilanglaufs um die Fortbewegungsarten Doppelstockschub, Diagonalschritt, Halbgrätenschritt und Grätenschritt geht, ist im Skating das wichtigste Grundelement der Schlittschuhschritt. Dieser Schritt wurde im 20. Jahrhundert als stetige Verbesserung bei Trainingsmethoden und des Materials der Skier und vor allem aus dem Drang nach höheren Laufgeschwindigkeiten entwickelt. Beim Skating bleibt stets ein Ski in der Spur, während mit dem anderen seitlich ausgeschert wird.

Nachahmer des berühmten finnischen Skilangläufers Pauli Siitonen nannten das Skating auch „Finnstep“ oder „Siitonen-Schritt“, da er einer der ersten war, der diesen Schritt anwendete. Durch die neue Technik wurde auch eine Änderung der klassischen Loipen vonnöten. Eine Loipe ist die präparierte Strecke im Schnee zur Ausübung des Skilanglaufs. Für das Skating gingen die Loipen dann nicht mehr nur symmetrisch geradeaus, sondern wurden seit Ende der 70 er Jahre des letzten Jahrhunderts, halb gespurt und halb gewalzt präpariert.

Es gibt im Skating einzelne, sich voneinander abgrenzende Bewegungstechniken. Diese sind abhängig von der erzielbaren Geschwindigkeit und stellen das Vorhandensein von Symmetrie quer zur Fahrtrichtung und das Verhältnis von Beinabstoß und Stockeinsatz in den Mittelpunkt.

Das Diagonalskating ist eine reine Aufstiegstechnik, die bei steilen Anstiegen angewandt wird. Bei der Führarmtechnik, die auch für Anstiege und schwierige Geländefahrten angewandt wird, erfolgt nur bei jedem zweiten Beinabstoß ein Doppelstockschub. Sie ist die asymmetrischste Hauptbewegungsform. Im Eintakter zu skaten bedeutet, symmetrisch und kraftbetont bei jedem Schritt einen unterstützenden Doppelstockschub hinzuzufügen. In leicht abfallendem Gelände kommt die Armschwungtechnik zum Einsatz, indem das aktive Vorholen der Arme zum Vortrieb beisteuert. Beim Schlittschuhschritt ohne Stockeinsatz hat man die höchste Geschwindigkeit erreicht, und kann sozusagen „Free Skaten“. Diese Bewegungsform kann auch in der Abfahrtshocke vorgenommen werden.

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